Italien – oder doch nicht?

Ja, meine Füße standen auf italienischem Grund, jedoch irgendwie nicht richtig. Geografisch gesehen war ich dort, aber getroffen habe ich Menschen, die fließend Deutsch mit einem reden können, vielleicht einen komischen Akzent haben, jedoch sich ganz normal unterhalten. Es hat sich so unitalienisch angefühlt. Die Rede ist von meiner Skifahrt.

Kurz nachdem wir die Grenze von Österreich nach Italien überquert hatten ging es kurvig den Berg hinauf. Je höher wir kamen, desto mehr Schnee lag. Die Welt wurde irgendwie weiß. Auf eine sehr schöne Art und Weise. Magisch irgendwie. Wahnsinn, wie schön die Berge sind. Am nächsten Tag nach dem Aufstehen war es dann noch besser (ja, das ging!).

So lernten wir also Skifahren. Anfangs ist das ganz schön schwer, wenn man bedenkt, dass Skischuhe die wohl unbequemsten Schuhe der Welt sind. Ich hatte schon immer beim Anziehen das Gefühl, mir die Knöchel zu brechen. Und der blaue Fleck, der im Moment noch mein Bein ziert, kommt auch von besagten Schuhen. Nach einiger Zeit hatten wir dann alle mehr oder weniger raus, wie man mit den langen Brettern unter seinen Füßen umzugehen hat und durften vom sogenannten Idiotenhügel weg – rauf auf andere Blaue oder Rote Pisten. Aber es macht Spaß. Tierisch viel Spaß. Wenn man dann die kleinen Kids an sich vorbeidüsen sieht, die vielleicht gerade mal so groß sind wie die eigenen Beine, mit Skiern – die die Hälfte von den Dingern unter deinen Füßen groß sind… Dann wundert man sich – oder erinnert man sich wieder daran – wie unbeschwert das Leben als Kind war. Ohne viel Angst. Einfach Augen zu (oder eher auf) und durch! Da gab es die Wörter „Ich kann das nicht“ nicht. Da gab es nur ein „Nochmaaaaaaal!“….

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