I’ve never felt more lost…

Ich bin zurück und doch so weit weg. In einer Realität, die mir nicht fremder vorkommen könnte.
Man sagt, auf Reisen lerne man eine Sprache, die die zurückgebliebenen nicht verstünden.

Ich suchte nach Antworten. Nach einem Wegweiser. Nach einem Zeichen, dass ich endlich wissen kann, was ich will. Nach einer Bestätigung. Doch der Durst danach ist nicht gestillt. Es sei, als wäre ich noch durstiger denn jeh. Die Suche geht weiter, es sei, als würde sie nie enden. Aber man sagt ja, der Weg sei das Ziel… Doch was genau ist mein Weg?

Ich sitze auf einer Party. Nehme alles auf, doch nichts wahr. Die Menschen um mich herum reden. Unterhalten sich. Lachen. Sie sind so anders, und doch so gleich. Gesprächsthemen sind da. Jeder redet mit jedem. Und ich sitze nur da. Beobachte. Höre zu. Nehme auf. Jedoch nehme ich nichts wahr…

Der Weg ist gezeichnet. Ich folge ihm. Langsam. Aufmerksam. Ist es das Richtige? Gehöre ich hier her?

Diese Leere in mir. Sie zerreist mich. Ich fühle mich verloren. Und diesmal so richtig. Hier ist nichts mein. Hier bin ich nicht ich. Ich stehe auf. Gehe weiter. Auf der Suche nach etwas vertrautem. Etwas, was an dem ich vielleicht immernoch gefallen habe. Doch irgendetwas ist anders. Es scheint nicht mehr so zu sein, wie es mal war. Dinge haben sich verändert. Bekannte Sachen wurden fremd. Worte ohne Bedeutung.. Und dabei sagt man doch, die Welt zu Hause drehe sich normal weiter, jedoch normalerweise passieren nie große Veränderungen. Nein, das darf nicht. Es soll doch alles so sein wie immer. Doch wenn man zurück kommt, von da draußen. Wenn man wieder heim kehrt… Ist es dann vielleicht genau so wie immer, doch die Person, die zurückkommt hat sich so verändert, das alles so fremd erscheint? Ich schaue mir die Leute an. Suche halt bei alten Freunden. Doch sotiere aus. Wer gehört hier her? Wer will hier her gehören? Wer gehört zu mir? Gibt es vielleicht doch jemanden, der die Sprache, die ich gelernt habe, versteht? Oder bin ich allein? In dieser Welt, die so riesig erscheint, und doch so klein ist….

Ich lebe wie eine Marionette. Auf der Suche nach dem Glück. Auf der Suche nach mir selbst. Die Menschen schauen, als wäre ich nicht von hier, und im nächsten Moment als wäre ich nie weg gewesen. Doch in mir drin, da sträubt sich etwas. Etwas sagt mir, es ist Zeit, wieder zu gehen.

Und ich bin auf der Flucht. Mehr denn jeh…

 

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