p h i n e⠀o n⠀t h e⠀r o a d

I believe I got lost in the world...
Arequipa | Lima | Perú | Wanderlust

On the road again…

10. Juli 2016
(Direkt zu den Reisetipps für Lima & Arequipa..)

.. Mit diesen Worten verabschiedete ich mich vergangenen Sonntag aus Deutschland. 12,5 Stunden später lande ich in einer anderen Realität, auf der anderen Seite der Welt. 10.500 km Luftlinie trennen mich von meiner Heimat.

 

Irgendwie ist es eine andere Realität, in der ich ankomme. Gefühle? Habe ich keine. Eindrücke? Umso mehr. Doch irgendwie bewegen sie mich noch nicht. Sind noch nicht angekommen in meinem Inneren. Keine 24 Stunden verbringe ich in der Stadt, die bald für 5 Monate mein zu Hause sein wird. Und doch haben diese Stunden schon ihren Eindruck hinterlassen. Lima ist riesig. Unglaublich riesig. Knapp 10 Millionen Menschen nennen Lima ihre Heimat. Vielleicht empfinde ich bald genau so.

Doch meine Reise fing erst richtig in Arequipa an. Die weiße Stadt, so sagt man. Du wirst verwöhnt sein nach Arequipa, heißt es, das ist nicht Perú. Der Weg vom Flughafen in die Innenstadt war schon beeindruckend genug, dass mir klar wurde, es ist ganz anders hier. Ganz anders.  Raus aus der Komfort-Zome, das war doch mein Ziel, oder nicht? Die Häuser hier sind meist nur halbfertig gebaut, es schauen oben riesige Metallstangen heraus. Manche Etagen sind unbewohnt. Hupende Autos rechts und links, fahren ohne Sinn und Verstand durch die Gegend. Und ich frage mich, ob es hier überhaupt Verkehrsregeln gibt. Das was es gibt sind Hunde. Überall Hunde. An jeder Ecke laufen welche rum. Zwischen den Autos, bellend. Liegen vor den Geschäften, den unfertigen Häusern.

Natur, ich will Natur. Brauche es. Ruhe. Stille. Und einfach mal ankommen. In meinem Hostel treffe ich auf zwei Engländerinnen, mit denen ich für die nächsten zwei Tage direkt eine Tour buche. Wandern, in der Natur. Jetlag hin oder her, Höhe hin oder her. Das wird bestimmt toll. 2335m über dem Meeresspiegel liegt Arequipa. Unser ausgewähltes Ziel noch höher.

Canion de Colca – der erste Trip während meiner Reise. Wir werden morgens um 3.30 Uhr abgeholt. In Deutschland ist es also schon 10.30 Uhr. Das sollte dann ja kein Problem werden. In einem kleinen Bus startet unsere Tour mit anderen Reisenden. Wir sind zu 8. und natürlich ein Guide. Peruaner, selbstverständlich. Der Weg in die Höhe macht sich bemerkbar, die Luft wird dünner, die Temperaturen sinken. Angekommen an unserem Ziel geht die Wanderung auch schon los. 12 km sind für den ersten Tag geplant, mit einer großen Mittagspause. 7 Stunden werden wir unterwegs sein. 7 Stunden durch die Berge, auf und ab. Wege, die nicht befestigt sind. Der Abgrund begleitet uns. Führt uns durch die wunderschöne Landschaft des Canion de Colca, der um einiges größer (tiefer?!) ist als der berühmte Grand Canyon..

 

Abends kommen wir erschöpft an der Unterkunft an, wunde Füße und müde Knochen. Doch der Pool der Oase, in der wir nächtigen, ist zu einladend. Das kühle Wasser tut gut, erweckt die müde Haut. Frisch geduscht spielen wir eine Runde Golpe und fallen bald in einen erholsamen Schlaf. Um 4 Uhr früh geht’s wieder los. Ohne Elektrizität und fließend Wasser bereiten wir uns auf dem Rückweg vor. Ich beschließe, auf einer Mule den Berg zu erklimmen, denn Jetlag, Höhe und staubige und trockene Luft machen sich stark bemerkbar. Auf dem Weg zurück nach Arequipa kommt die Belohnung, baden in heißen Quellen des Vulkans. Erinnert mich stark an Neuseeland.

Die ersten Tage bringen mich körperlich an meine Grenzen, und auch meine Gedanken und Gefühle sind zu viele. So verbringe ich zwei weitere Tage in Arequipa. Und habe das Gefühl, ich komme langsam an. 

L I F E    I N   A   N U T S H E L L  

F L U G   &   A N K U N F T

Ich habe viele Flüge verglichen und mich letztendlich dazu entschieden, mit KLM von Amsterdam nach Lima zu fliegen – und zwar direkt. Der Flug war um die 100€ teurer als ein Flug ab Hamburg mit unzähligen Stopps und außerdem kam der Direktflug auch zu einer humaneren Zeit am Flughafen an. Es war eine gute Wahl, immerhin gab es eine Filmauswahl sowie Eis zum Nachtisch. Was wünscht man sich mehr?

L i m a

Angekommen in Lima wurde ich von einem Taxifahrer empfangen, den ich durch mein Hostel bereits organisiert hatte. Der Abholservice hat S./ 60 gekostet, was für die erste Fahrt in einer riesigen Stadt wie Lima sehr angenehm war. Immerhin wurde ich mit Namensschild am Flughafen empfangen. Den Trubel kann man sich mittlerweile sparen, da es einen Bus gibt, der regelmäßig vom Flughafen nach Miraflores fährt. Es gibt verschiedene Anbieter wie diesen oder auch diesen. Möchte man in andere Stadtteile ist man mit einem Uber sehr gut aufgehoben. Am Flughafen selbst gibt es auch unzählige Taxi Unternehmen, da sollte man jedoch aufpassen, dass man ein offizielles Unternehmen findet und nicht übers Ohr gezogen wird. Uber oder die Busoption sind die bessere Wahl!

A r e q u i p a

Vom Flughafen zum Hostel ist es am einfachsten mit dem Taxi. Ich hatte das Glück ein wunderbares Mädchen bereits im Flug von Amsterdam nach Lima kennengelernt zu haben, die dann den gleichen Flug wie ich am nächsten Tag nach Arequipa hatte. Die peruanische Gastfreundschaft und Kultur habe ich dort direkt lieben gelernt: Ich wurde eingeladen, bei ihnen zu essen und sie haben mich zum Hostel gebracht.

H O S T E L

Da ich schon viel in Hostels geschlafen habe war auch dies meine erste Wahl um in Lima anzukommen.

L i m a

Durch Empfehlung habe ich die erste Nacht im Kaclla – The Healing Dog Hostel verbracht. Die Zimmer sind geräumig, es gibt Lockers, ein leckeres Frühstück und wunderbare Hunde. Gelegen in Miraflores – einem sehr touristischen Stadtteil in Lima – ist die Lage sehr zentral und der Malecón ist gleich um die Ecke.

A r e q u i p a

In Arequipa habe ich im MB Hostel Arequipa übernachtet. Warum? Sie haben Pancakes als Frühstück. Unglaublich leckere Pancakes. Diese werden morgens auf der Dachterasse mit Blick auf die Stadt und die Vulkane serviert. Außerdem liegt das Hostel auch sehr zentral in der Innenstadt und macht das Erkunden zu Fuß angenehm.

 

A U S F L U G   C O L C A   C A N Y O N

Der Colca Canyon ist der zweittiefste Canyon der Welt (nein – der Grand Canyon ist nicht so tief) – und der Ort um die berühmten Kondore zu sehen. Der Canyon liegt circa 100km nördlich von Arequipa.

O r g a n i s a t i o n

Für einen Ausflug zum Colca Canyon ist Arequipa ein perfekter Ausgangspunkt. Es gibt unzählige Anbieter im Zentrum, die eine 2 oder 3 Tagestour anbieten. Ich habe mich mit zwei Engländerinnen und einer Französin zusammengetan und wir haben uns mit den verschiedenen Anbietern unterhalten. Durch das bereits perfekte Spanisch meiner Mitreisenden haben wir sehr gut handeln können und die Tour relativ günstig bekommen. Ich erinnere mich nicht mehr ganz genau, aber wir konnten sie um circa S./ 30 pro Person herunterhandeln.

A u s f l u g

Wir konnten die großen Backpacks im Hostel lagern während wir uns relativ in der Früh auf den Weg machten. Wir wurden von einer Reisegruppe am Hostel abgeholt und fuhren mit einem Bus zu dem Startpunkt – wo es noch einmal Toiletten und einen kleinen Shop gab. Ausgestattet mit genug Wasser und kleinen Snacks machten wir uns auf den Weg hinunter in den Canyon. Zwischendurch hatten wir kleinere Pausen in Hütten wo wir leckeres Essen serviert bekamen und konnten gestärkt unsere Wanderung fortführen. Der Guide wusste viel über die Flora und Fauna bescheid, machte uns Pflanzentattoos und zeigte uns leckere Früchte, die wir probieren konnten. Am Ziel wurden wir warm empfangen, es gab wieder leckeres Essen, ein Pool zum Abkühlen und kleine Hütten, in denen wir nächtigten. Super basic, aber genau das was wir wollten. Der Aufstieg beging um 4 in der Früh mit Taschenlampen und ist unglaublich anstrengend (vor allem mit Sonnenbrand, Asthma und Jetlag). Es gibt die Möglichkeit auf einem Esel/Pferd (irgendwie eine Mischung davon – angeblich) den Berg zu erklimmen. Oben angekommen holte uns der Bus wieder ab und brachte uns zu heißen Quellen, in denen wir ausgiebig badeten und uns von der Wanderung schon etwas erholen könnten. Im Anschluss ging es zurück nach Arequipa.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*