Liebesbrief an ein Gefühl

So here we go – heroes or ghosts – one man’s mood can break another man’s soul
Or am I just too cynical for my own good, too scared to say, we’ll get there if we should
And you know, yeah you know, it’s harder than it looks, yeah it’s harder than it looks
But I know, it’s gonna take a lot of time and a little bit of luck
And it’s beginning to happen, it’s beginning to move
I’ve seen a reaction, yeah I’ve watched us improve
And you could say we don’t care or that we don’t believe
But this is what we’ve got and there’s nowhere we’d rather be.

Dieses Lied.

Es ist dieses Gefühl im Bauch, das ich bekomme. Dieses Kribbeln. Auf einmal fühlt sich alles so leicht an, so richtig. Das Lächeln im Gesicht ist größer denn je. Dieses Lied, es bringt mich in eine andere Welt. In einen Gemütszustand der Glücksgefühle. Die Worte fehlen. Zu viele Gedanken sind da. Ich kann es nicht niederschreiben. Alleine die Erinnerungen machen mich glücklich. Versetzen mich in diese Emotionen. In dieses unbeschreibliche Freiheitsgefühl. Fliegen. Genießen. Leben.

Und doch ist mein Herz schwerer denn je.

Vor ein paar Monaten noch schrieb ich über die Suche nach meiner Heimat. Wo gehöre ich hin? hörte ich ständig in meinem Kopf. Meine Gedanken erzählten mir, ich sei verloren. Wusste nicht, wer ich bin, was ich will. Wohin ich will. Ich hörte die Stimmen im Kopf reden. Hörte ihnen zu. Hier passt dir die Luft nicht, sie fühlt sich nicht richtig an. Die Atmosphäre passt einfach nicht, das ist nicht deins. Das Gefühl im Magen, das stimmt nicht.

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Und dann wieder dieses Lied. Und da ist es, gleich bei den ersten Sekunden. Dieses Gefühl. Es breitet sich wie eine angenehme Wärme in mir aus. Lässt mich strahlen. Glücklich sein. Vollkommen. Die Musik in meinen Ohren ist für mich das Heimat Gefühl. So vertraut. So nah. Es ist die Heimat, die mir Platz lässt, mich zu entfalten. Ich habe Sehnsucht nach ihr, aber nicht zu stark. Angezogen fühle ich mich, sofort. Aber es ist zu früh.

Doch die Gewissheit ist da, dass das das Gefühl auch noch in ein paar Jahren da sein wird. Und jedes mal, wenn ich für kurze Zeit zurück fliege. Wieder durch die Straßen der Stadt laufe, durch die wunderschönen Landschaften des Landes fahre. Die Atmosphäre passt, absolut. Die fremden Menschen, und doch fühle ich mich nicht allein. Die Offenheit und Freundlichkeit, mit der sie mir entgegenkommen. Dieses Land. Das passt. Und wenn ich dieses Lied höre, habe ich die gesuchte Sicherheit. Sicherheit, dass ich in ein paar Jahren noch genau so wohl fühle. Mich dann auch dahin gezogen fühle. Es ist, wie eine Treueerklärung an ein Gefühl. Ein Versprechen. Nicht lange, und ich bin wieder da. Spüre die Musik, habe die Bilder im Kopf, die Erinnerungen. Die Vertrautheit. Die Liebe.

Nicht lange, und ich gebe mich dir vollkommen hin. Denn du hast mein Herz. Du hast mir die Tür geöffnet, zu etwas, das ich nicht kannte. Zu diesem Gefühl, dieser Vertrautheit. Bei dir fühle ich mich wohl. Gehöre dazu. Lass mal werden wer wir sein wollen, sagten sie. Bei dir geht das. Und das Lächeln ist immer noch da.

Ich weiß nur, ich will mich vorher austoben. Ich will dir Geschichten erzählen können, mit dir Erinnerungen teilen. Geschichten über Gefühlen, wie Liebe auf Zeit. Ich will Erfahrungen sammeln, meinen Durst nach Neuem stillen. Will ausgereift zurück kommen. Bestimmt. Es ist wie eine Liebeserklärung. In ein paar Jahren. Dann bin ich bei dir. Dann gehöre ich dir.

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Es klingt vielleicht absurd, aber ich glaube, ich weiß warum ich die roten Haare und die Sommersprossen habe.

Als Zeichen dafür, wohin ich gehöre.

No yesterdays are on the road…

…den Satz habe ich gestern in einem Artikel gelesen. Es ging ums Reisen. Wie es Veränderungen mit sich bringt. Wie man einfach jemand sein kann, wo niemand einen runtermacht. Man ist unbekannt, in einer Stadt mit so vielen Menschen, dass man sich manchmal ganz schön klein vorkommt. Nur klein, nicht einsam. Und dann wird man nach dem Weg gefragt und sagt sure, it’s just down that way and then to your right…. Als ich weiterging musste ich lächeln. Ich gehöre hier her, kenne mich aus, fühle mich wohl. Ich bin einer von ihnen. Ich bin glücklich..

Die Ampelphasen dauern länger. Aber das interessiert eh keinen. Der richtige Moment, den muss man abwarten. Und los. Ich gehe rechts, statt links. Laufe am Fluss entlang, mit einem Lächeln im Gesicht, das breiter nicht seien könnte. Vor einem Monat fühlte ich mich noch verloren, wusste nicht wohin mit mir. War mir unsicher, ob ich mich wohl fühle, mit dem was ich tue. Nun sitze ich hier, und genieße den Moment. Ich lebe jeden Tag, plane kaum voraus. Hier und Jetzt. Was zählt ist der Moment. Der Moment, in dem über den intern geredet wird. Wo ich gefragt werde wie lange ich hier bin.. Es ist nicht nur eine Reise. Kein kurzer Trip. Es ist mein zu Hause. Mein Leben. Und ich bin glücklich….

Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, habe ich meine Mädels, die fragen, wie es war. Wir erzählen von unserem Tag. Lassen teilhaben. Fragen nach. Hören zu. Man unterstützt sich, lacht zusammen, weint zusammen. Wir machen alle das Gleiche durch. Erleben alle eine neue Welt. Wohnen im Ausland. Keine Verwandten sind hier. Dafür haben wir uns. Zusammen sind wir stark. Zusammen haben wir Spaß. Und ich bin glücklich…

 

Dublin in b/w. That city puts so much colour in my life…..